Jesus sagt:
“Alle Dinge sind möglich dem,
der glaubt”
Markus 9,23

Die Christuskirche

Die 1964 eingeweihte Christuskirche wurde von den Architekten Gebrüder Wolf und Reimar Kirchhoff, Düsseldorf, entworfen. Ungewöhnlich ist ihre äußere Gestaltung in Form einer runden, tief gezogenen Kuppel, sie ist aus Beton in hyperbolischer Form als an drei Ecken senkrecht beschnittene Schale errichtet.

Die Eingangstür möchte das Chaos der Welt und des Alltags darstellen. Aus diesem Chaos geht der Mensch in den Kirchraum, um Schutz und Stärkung zu suchen. Der Raum wirkt wie eine Höhle, in der sich die Gemeinde geborgen in ihrem Urvertrauen auf Gott sammelt. Dabei erhält sie die Gewissheit, dass der Glaube an Jesus Christus auf festem Grund steht, wie der Grundstein der Kirche sagt: Einen anderen Grund kann niemand legen, außer den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus (1.Korinther 3,11). Im Volksmund heißt sie wegen ihrer äußeren Form auch „Eierkirche“, „St.Schildkröt“ oder „Schlumpfkirche.

Über eine Vorhalle mit großen Fensterscheiben zum Vorplatz hin betritt man den Kirchraum und blickt auf den gegenüberliegenden steinernen Altar. Rechts von diesem befindet sich die Kanzel und links mehr zum Rand hin das Taufbecken, oben wölbt sich das helle Dach der Kuppel mitversetzt angeordneten Klangplatten aus Metall, hinter denen das Licht gleichmäßig hervorstrahlt. Im vorderen unteren Bereich fällt zusätzlich das Licht durch große Rundbögen mit farbig gestaltetem Glas ein. Hinter dem Altar steht ein Kreuz mit dem gekreuzigten Jesus, was den lutherischen Traditionsstrang dieses Gotteshauses hervorhebt.

Über dem Eingangsbereich des Kirchraumes schwingt sich eine Empore von der Südwand bis fast zur Mitte der Nordwestwand herüber mit einem großen Rundbogen nach Westen, durch dessen Glas das Licht einfällt. Auf der Empore befinden sich die 19-manualige von-Beckerath-Orgel von 1965, die renoviert und erweitert im Dezember 2014 pünktlich zum 50. Geburtstag der Kirche neu eingeweiht wurde.

Links vom Eingang steht der markante, sich nach oben hin verjüngende, 27 m hohe Glockenturm. Auf der rechten Seite ist der Durchgang zum großen Gemeinderaum, an den sich weitere Räume des Gemeindezentrums anschließen.

Das Gemeindezentrum Christuskirche hat nach der Gemeindekonzeption seinen Schwerpunkt im gottesdienstlichen Bereich, in der Schul-, Konfirmanden-, Jugend- und Seniorenarbeit.


Die Bethlehemkirche

Die 1965 eingeweihte Bethlehemkirche mit dem gegenüberliegende eingeschossigen Gemeindezentrum sowie angrenzenden Pfarrhaus an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße und dem im hinteren Gartenbereich liegenden Kindergarten „Purzelbaum“ am Wichernweg wurde von dem Dipl. Architekt BDA Rainer Herbeck, Düsseldorf, entworfen. Der weiß gestrichene Kirchbau mit dem Faltdach und seinem freistehenden hohen Glockenturm zieht die Blicke auf sich. Den Kirchturm krönt kein Kreuz, das entsprach nicht der Tradition des reformierten Pfarrers Hütt, sondern ein Stern aus Edelstahl, den der Mataré-Schüler Hermann Focke 1983 geschaffen hatte. Dieser symbolisiert den Stern zu Bethlehem, der die drei Weisen aus dem Morgenland, d.h. aller Welt, nach Bethlehem zum „Haus des Brotes" leitete.

Die Kirche betritt man durch eine Glastür in den großen Vorraum (Foyer). Von dort geht es rechts durch die 1964 ebenfalls von Hermann Focke gestalteten hölzernen Eingangstüren in den Kirchraum. Auf diesen Türen hat der Künstler die Heilsgeschichte des alten Bundes (rechts) sowie die Schöpfung (links) dargestellt. Die Bilder sind durch die Grundelemente Kreis (Symbol für das in sich Ruhende) und Dreieck (Symbol für Unruhe, Dynamik und Härte) verbunden. Die bronzenen Türgriffe sind als Adam und Eva (links) und als Fisch (rechts) gestaltet.

Der Kirchraum ist von Licht durchflutet. Die von Hans Hofacker in Weiß und Blau gestalteten Kirchfenster vermitteln eine besondere Atmosphäre, geprägt von der Witterung draußen und dem jeweiligen Sonnenstrahl. Im Inneren der Kirche setzt sich die strenge Architektur fort. Weiße Wände, schwarze Stuhlreihen, ein länglicher Altartisch mit einem relativ kleinen, ebenfalls von Hermann Focke 1983 gestalteten Altarkreuz, dahinter die Orgel mit versenktem Sitz des Kantors, Bibel und Kanzel, das eigentliche Zentrum der Kirche, nichts soll von der Predigt, vom Wort Gottes, ablenken.

Die zweimanualige Orgel mit Pedal wurde 1967 von der Firma Schuke, Berlin, erstellt und hat 21 Register, eine mechanische Spieltraktur und eine elektrische Registertraktur mit vier-fachem mechanischem Setzer. Der Kirchraum weist eine ausgezeichnete Akustik auf und ist auch für Konzerte vielerlei Art sehr gut geeignet.

Die vier Glocken der Bethlehemkirche wurden von der Firma Rincker aus Sinn im Dillkreis gegossen. Sie tragen das Siegel der Gemeinde und sind je mit einem Bibelvers versehen. Ihre Töne A', H', Cis und E' bilden den Anfang des Chorals: „Gott des Himmels und der Erden". Sie sind abgestimmt auf die Glocken der katholischen St. Mauritius-Kirche mit ihrem Choral: „O Heiland, reiß die Himmel auf".

In der Bethlehemkirche finden jeweils am ersten Sonntag im Monat der Gemeindegottes-dienst sowie die Gottesdienste der Kitakinder statt. Das Gemeindezentrum Bethlehemkirche hat nach der Gemeindekonzeption seinen Schwerpunkt im Familien- und kulturellen Bereich des Gemeindelebens.

Das Gemeindezentrum gegenüber der Bethlehemkirche in Form eines Gebäudekomplexes aus drei Kuben mit einer großen Piazza wurde in den Jahren 2011 und 2012 neu nach den Entwürfen des Architekturbüros Hecker und Partner, Düsseldorf., in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion (Holz/Aluminium) mitgroßformatigen Fensterflächen erreichtet.. Es wurde am 17.6.2012 der Gemeinde übergeben. Im Gemeindezentrum befindet sich im rechten Flügel die Kindertagesstätte „Schatzkiste“ mit dem Bewegungsraum im mittleren Teil, in diesem ist auch die Diakonie sowie das Gemeindebüro untergebracht. An der Spitze des linken Flügels befindet sich das Gemeindecafe „Leib und Seele“, das von Ehrenamtlern betrieben wird.